Glasfaser & Netzwerke
Wollen Sie Ihr Gebäude mit „Fiber to the desk“ ausstatten oder eine Gebäudeverbindung planen? Wir realisieren Ihre Glasfaser-Infrastruktur.
Planen Sie eine Gebäudeverbindung oder die Anbindung eines Datenverteilers? Die Schubert IT GmbH verlegt, spleißt, konfektioniert und misst Glasfasertechnologien.
Wir haben ebenfalls Erfahrung bei der Vernetzung sogenannter MAN (Metropolitan Area Network), bei denen nicht nur ein Gebäude, sondern mehrere Liegenschaften mittels Glasfaser angeschlossen werden. Gerne helfen wir Ihnen nicht nur bei der Durchführung, sondern auch bei der Planung solcher Projekte.
Lichtwellenleiter (LWL)
Bei dieser Technologie werden nicht elektrische, sondern optische Signale übertragen. Die Signalübertragung findet hauptsächlich in drei Wellenlängenfenstern statt: 850 nm, 1310 nm und 1550 nm. Diese Lichtimpulse sind für das menschliche Auge nur im Bereich von etwa 380 bis 780 nm sichtbar. Da wir uns im Bereich von Infrarotlicht befinden, das vom Auge größtenteils nicht wahrgenommen wird, sollten wir vermeiden, in solche Laserdioden hineinzuschauen.
Welche Wellenlänge zum Einsatz kommt, wird durch die eingesetzte Technologie festgelegt. LWL-Module gibt es im Ethernet-Bereich von 10 Base FL bis hin zu 1000 Base ZX. Außerdem gibt es DWDM, wobei zeitversetzt mehrere Signale auf einem LWL-Faserpaar übertragen werden.
Fasertypen
Übertragen wird das Licht mittels einzelner Glasfasern, die zu Bündeln in verschiedenen Kabeln zusammengefasst sind. Die in Deutschland gängigsten Fasern sind im LAN – also für kleinere Entfernungen bis 550 Meter – die Multimode-Fasern mit einer Kerngröße von 50 oder 62,5 µm, wobei sich die 50-µm-Faser durchgesetzt hat.
Für größere Entfernungen werden Fasern mit einer Kerngröße von 9 µm eingesetzt, sogenannte Monomode-Fasern. Diese gewährleisten je nach Technologie eine Übertragung von bis zu 100 km ohne zusätzliche Verstärkung. Zur Datenübertragung benötigt man zwei Fasern – eine zum Senden (TX) und eine zum Empfangen (RX). Neuere Technologien, gerade im WAN-Einsatz, arbeiten mit nur einer Faser.
Konfektionieren & Spleißen
Da diese Kabel nur mit hohem Aufwand vorkonfektioniert werden können, müssen Techniken zum Einsatz kommen, mit denen man die Kabel vor Ort nach dem Verlegen anschließen kann. Für Datendosen oder Anschlüsse mit wenigen Fasern eignet sich die Feldkonfektion von Steckern; dabei ist ein spezielles Break-out-Kabel mit zusätzlichem Coating nötig, das die Faser vor Brüchen schützt und Stabilität gibt.
Bei Kabeln mit mehr Fasern kommt die Spleiß-Technik zum Einsatz. Auf der Kabelabschlussseite gibt es vorgefertigte Pigtails mit industriell gefertigtem Stecker, die in Spleißboxen montiert werden. Das zu konfektionierende Kabel wird abgesetzt und auf einer Spleißkassette abgelegt. Beide Enden – Pigtail und Kabelende – werden mit einem Cutter sauber gebrochen, um eine ebene Stirnfläche zu schaffen, und anschließend per Fusionsspleiß im Spleißgerät verbunden. Dabei werden die Faserenden mittels eines Lichtbogens abgeschmolzen und gehen eine feste Verbindung ein. Ein Multimode-Spleiß hat eine maximale Dämpfung von 0,3 dB, ein Monomode-Spleiß von max. 0,1 dB.
Messung & Prüfung
Zur Prüfung einer LWL-Strecke gibt es verschiedene Messverfahren. Das gängigste ist das OTDR (Optical Time Domain Reflectometry): Ein Laserstrahl wird in die Glasfaser gesendet, und anhand der zurückkommenden Reflexionen lässt sich die Dämpfung der Strecke errechnen und in einer Messkurve grafisch darstellen.
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